Kristin Kunze: Von der Zahnärztin zur Clownfrau Zum Staunen verführen – Ansichten einer Clownfrau

Bis zu ihrem 52. Lebensjahr hat Dr. Kristin Kunze anderen auf den Zahn gefühlt – heute bringt die Sechzigjährige als Clownfrau Sophia Altklug Menschen zum Lächeln, die vielleicht schonlange mit zusammengebissenen Zähnen gelebt haben.

Ihren weissen Kittel und den Bohrer hängte die Zahnärztin nicht deshalb an den Nagel, weil sie es auf Dauer zu anstrengend gefunden hätte, “ ständig mit verängstigten Menschen in einem Raum zu sein“, sondern, weil sie fand: „Die Zeit ist für mich reif, Neues zu entdecken. Der Apfel muss gepflückt werden, ehe er faul wird“. Beim Entschluss, Neues zu entdecken, spielte der Tod einer guten Freundin eine Rolle. „Ich will nicht als Dr. dent. begraben werden“, beschloss Kristin Kunze damals. Weil sie genau spürte, dass sie „die Statussymbole und die Sicherheit des akademischen Berufsstandes“ nicht tragen, wenn es um Sinn und Inhalt ihres Lebens geht, braucht, verkauft sie ihre als „alternativ“ bekannte , gut gehende Praxis in Engelskirchen und probiert aus, was sie mit ihren Händen außer bohren Löcher füllen und kranke Wurzeln behandeln sonst noch kann: Ein „Einfrauhaus“ bauen und vom Ausschachten bis zum Dach alles selbst machen, einen Garten anlegen, Hühner halten, jonglieren, und und …Heute lebt sie in guter Nachbarschaft mit ihrer Freundin in ihrem selbst restaurierten Fachwerkhaus im oberbergischen Niederstaffelbach bei Nümbrecht. Sie lebt mit Hunden und einem Kater, staunt immer noch darüber, dass „so kleine Hühner so große Eier legen“, zieht Gemüse aus eigenem Anbau und findet: „Ich bin reich“, auch wenn bescheidene Inneneinrichtung ihres Domizils eine andere Sprache spricht. Weiterlesen…

Portrait: Rania Salsaá

„Ich gelte in Beit Jala als halbe Deutsche…“
oder: …mit Gottes Hilfe denkende Menschen erziehen

Nein, sie hat es „keine Minute“ bereut, zurückgekehrt zu sein in ihre schwierige Heimat Palästina. Als Rania Salsaá nach neun Jahren Leben und Studium in Deutschland vor zweieinhalb Jahren in ihre Heimatstadt Beit Jala nahe Bethlehem zurückkehrte, hatte sie im Gepäck ihr Staatsexamen als Lehrerin für Deutsch und Geschichte, das Diplom für Erwachsenenbildung ein Examen als C- Kirchenmusikerin, und das Selbstbewusstsein, als Frau etwas zu gelten und zu können.  Weiterlesen…