Von der Freiheit loszulassen

Wissen Sie, wie man einen Affen fängt? Ganz einfach. Man stellt einen Käfig mit engen Gitterstäben auf und legt einen Leckerbissen für den Affen hinein. Der Affe wird nur mit Mühe von außen durch die Stäbe greifen können, um sich zu holen, was er haben will. Sobald seine Hand sich um den Leckerbissen schließt, hängt er fest: Die Faust passt nicht durch die Stäbe. Er verliert seine Freiheit, weil er nicht los lässt. Im Loslassen läge die Lösung. Aber darauf kommt er nicht. Er ist schließlich nur ein Affe.

Ein drastisches Beispiel – gewiss – aber es zeigt, wie das Haben- und Besitzenwollen und das Festhalten die Freiheit gefährden. Allenthalben wird uns eingeredet: Im Festhalten, im Sichern, im Habenwollen im Festhalten liege das Glück. Aber: Wer festhält, sitzt am Ende fest. Das gilt für nahezu alle Bereiche und Dimensionen unseres Leben: Für die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, für die Beziehungen zwischen Freunden und Liebenden, für unseren Umgang mit unserer Mitwelt und für unser Leben in der Beziehung zu Gott, für das Verhältnis zu Geld und Besitz. Weiterlesen…

Weil ich es wert bin – Auf dem Weg zu (m)einem Lebensziel

Weil ich es wert bin

Worum es in diesem Buch geht…

Das kann doch nicht alles gewesen sein

Auf unsere leise Frage, wie man denn zu diesem Ziel gelangen kann, gibt die Gesellschaft, in der wir leben, eine laute unüberhörbare Antwort. Sie versucht, unserem Leben durch Leistung und Arbeit, durch Konsum und Selbstentfaltung, Wert, Ziel und Sinn zu vermitteln.

Du bist wert, was du leistest.

So lautet die Zielvorgabe, nach der dann auch der Lebensstil ausgerichtet wird. Und im Umkehrschluss gilt dann: Wer nichts leistet, der ist nichts wert. Weiterlesen…

Die Midlife-Chance – Frauenschritte in der Lebensmitte

Midlife-Chance

Ein Blick ins Buch …

Einleitung

„Früher waren die Frauen in Ihrem Alter schon tot. Aber heutzutage haben sie noch ihr halbes Leben vor sich. Und Sie wollen doch bestimmt noch lange aktiv bleiben!“ Mit diesem Argument versuchte meine Frauenärztin mir die Verschreibung eines Hormonpräparates plausibel zu machen, gegen das ich mich sträubte. Ich war Mitte vierzig und fühlte mich eigentlich ziemlich gesund. Bei der jährlichen Routine- Vorsorgeuntersuchung allerdings wiegte die Frauenärztin dennoch bedenklich den Kopf und meinte, mich nach entsprechender Blutanalyse und aufwändiger Untersuchung der Knochendichte darauf hinweisen zu müssen, dass mein Hormonspiegel sinke und die Osteoporosewerte gerade mal im Normbereich lägen. Die Befunde entsprächen zwar ganz meinem Alter, aber immerhin … Die Wechseljahre zögen am Horizont herauf. Doch dagegen könne man heutzutage ja etwas tun. Früher hätten viele Frauen kaum die Fünfzig erreicht: Harte Arbeit, viele Geburten, schlechte Gesundheitsvorsorge – da seien die Jahre, die heute die zweite Lebenshälfte der Frauen ausmachen, einfach ausgefallen. Aber weil heute viele Frauen mit „vierzig plus“ noch mal so richtig durchstarten, seien Hormone das gegebene Mittel, um auch körperlich fit zu bleiben, argumentierte sie. Weiterlesen…

Männer machen Geschichte, Frauen machen Sauber

Männer machen Geschichte, Frauen machen sauber

Lesen Sie einen Auszug aus meinem Buch „Männer machen Geschichte, Frauen machen Sauber“

Sisyphos lässt grüssen

Allen […] spezifischen
Frauen-Arbeitsgebieten ist zweierlei gemeinsam: Sie erhalten Werte und geben dem Leben eine bestimmte Lebensqualität.

Fundamental wichtig ist diese Frauen-Arbeit deshalb, weil sie unmittelbar dem Leben zugute kommt, weil sie die Grundbedürfnisse befriedigt, ohne die alles andere wie Kultur, Kunst, Wissenschaft, Handel, Sport, Politik sich gar nicht entfalten könnte: Ausnahmslos alle Menschen müssen essen, sich kleiden, wohnen, brauchen verlässliche Beziehungen und einen gestalteten Lebensraum. Psychologen und Politiker aller Couleur werden nicht müde zu betonen, wie wichtig und unentbehrlich diese grundlegende Frauen-Arbeit für die Bewältigung des ganz normalen Alltags, für den Bestand der Familie, für eine gesunde Entwicklung der Kinder und den Zusammenhalt der Gesellschaft ist. Weiterlesen…

Frieda Schindelin, Pastorin

Buch-Cover Frieda Schindelin
Ein Blick ins Buch…

Vorbemerkung

„Wer hätte vor sechzig Jahren daran gedacht, dass mein Werdegang noch einmal für die Nachkommen von solchem Interesse sein würde? Das Leben war so bunt und bewegt, und ich an schriftlichen Aufzeichnungen darüber gar nicht interessiert, dass es jetzt schwierig ist, alle Fragen zu beantworten,“ Weiterlesen…

Ab 60:Aufwärts! Von Frauen und Männern, die es wissen müssen

Nichts ist so vielfältig und spannend, überraschend und anstrengend wie gelebtes Leben. Reife Lebenserfahrung macht uns im Alter gelassener und lehrt uns vieles wertschätzen: Unabhängigkeit, Zeit für Hobbys, Enkelkinder. Aber da ist auch anderes: pflegebedürftige Eltern, Krankheit, Armut, Schuldgefühle. Die Autorin betreibt Spurensicherung und fragt: Wie bewältigen Menschen den Lebensabschnitt jenseits der Ruhestandsgrenze? Ein Buch, das dem Leben nachspürt und Mut macht, gelassen alt zu werden.